Das Präventions-Paradox: 84 % finden Vorsorge wichtig, nur 42 % gehen hin

Fast alle finden Vorsorge wichtig. Trotzdem geht nur ein Bruchteil regelmäßig hin. Diese Lücke hat einen Namen: das Präventions-Paradox.

Die Zahl, um die sich alles dreht

84 % der Deutschen halten medizinische Vorsorge für wichtig, aber nur 42 % nehmen tatsächlich regelmäßig Vorsorgetermine wahr (Quelle: YouGov-Umfrage im Auftrag von Doctolib, Erhebungszeitraum 26. bis 28. Januar 2026, über 2.000 Erwachsene ab 18 Jahren). Beim Geschlechtervergleich zeigt sich ein deutlicher Unterschied: 49 % der Frauen gehen regelmäßig, bei Männern sind es nur 34 %.

Warum die Lücke entsteht

Die meistgenannten Hindernisse laut derselben Umfrage: Zeitmangel, Vergesslichkeit und organisatorische Hürden bei der Terminvereinbarung. 73 % der Befragten empfinden digitale Erinnerungen als hilfreich, um die Lücke zwischen Wichtigfinden und Hingehen zu schließen.

Ein zweites Beispiel: der Check-up 35

Wie groß das Paradox tatsächlich ist, zeigt sich auch beim Check-up 35: Eine verlässliche, bundesweite Teilnahmequote gibt es trotz wiederholter Recherche bei KBV, Zi/Versorgungsatlas, GKV-Spitzenverband-Präventionsbericht und WIdO-Früherkennungsmonitor nicht (Stand August 2026). Die verfügbaren Kassenzahlen liegen zwischen rund 19,5 % (AOK Westfalen-Lippe, 2023) und 24,8 % (TK bundesweit, 2017, veraltet, aber weiterhin die meistzitierte Zahl). Die grobe, aber belastbare Einordnung: etwa jeder Fünfte nutzt den Check-up 35.

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Häufige Fragen

Was ist das Präventions-Paradox?

Die Lücke zwischen 84 %, die Vorsorge wichtig finden, und nur 42 %, die tatsächlich regelmäßig hingehen (YouGov-Umfrage im Auftrag von Doctolib, 2026).

Warum gehen Männer seltener zur Vorsorge als Frauen?

Laut derselben Umfrage nehmen nur 34 % der Männer regelmäßig Termine wahr, gegenüber 49 % der Frauen. Als Hindernisse insgesamt nennen die Befragten vor allem Zeitmangel und Vergesslichkeit, nicht geschlechtsspezifische Gründe.

Wie viele Menschen nutzen den Check-up 35 tatsächlich?

Eine verlässliche bundesweite Zahl gibt es nicht. Die verfügbaren Kassenzahlen deuten grob auf etwa jeden Fünften hin.

Was hilft am meisten gegen das Vergessen von Vorsorgeterminen?

73 % der Befragten empfinden digitale Erinnerungen als hilfreich (YouGov/Doctolib, 2026).