Private Krankenversicherung (PKV) im Überblick

Die private Krankenversicherung (PKV) ist eine Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung mit individuell kalkulierten Tarifen statt einheitlichem Beitragssatz.

Auf einen Blick

  • Wechselgrenze für Angestellte: erst ab 77.400 € brutto/Jahr (2026); Selbstständige und Freiberufler können unabhängig vom Einkommen frei wählen.
  • Tarif genau prüfen: Arzthonorare, Psychotherapie-Erstattung, Selbstbehalt und Krankenhaus-Unterbringung unterscheiden sich stark zwischen Anbietern.
  • Vor dem Antrag die eigene Behandlungshistorie bei den behandelnden Ärzten anfordern und die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten — Falschangaben können bis zu 10 Jahre später zur Anfechtung führen.
  • Möglichst früh und sorgfältig abschließen: Fehlende Leistungen lassen sich später oft nicht mehr ohne Risikozuschlag nachversichern.
  • Ein Tarifwechsel beim selben Versicherer ist fast immer günstiger als ein kompletter Anbieterwechsel.
  • Rückkehr in die GKV ist ab dem 55. Geburtstag praktisch ausgeschlossen (§ 6 Abs. 3a SGB V).

Vor- und Nachteile

  • Individuell kalkulierte Tarife: Leistungsumfang frei wählbar statt einheitlichem GKV-Beitragssatz.
  • Beitragshöhe wird unabhängig vom Einkommen kalkuliert.
  • Rückkehr in die GKV ist ab dem 55. Geburtstag praktisch ausgeschlossen (§ 6 Abs. 3a SGB V).
  • Ein Versichererwechsel kostet einen Teil der Alterungsrückstellungen — die Erstauswahl zählt.
  • Fehlende Leistungen lassen sich später oft nur mit Risikozuschlag nachversichern.
  • Rund 2 von 3 Tarife waren laut Stiftung Warentest (2025) nicht empfehlenswert — Tarifwahl braucht sorgfältige Prüfung.

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