Altersversorge im Überblick
Die Altersvorsorge in Deutschland baut auf drei Säulen auf. Jede deckt eine andere Lücke, keine ersetzt die andere vollständig.
Gesetzliche Altersvorsorge
Die Basis für die meisten Angestellten: die gesetzliche Rentenversicherung. Das Rentenniveau ist dabei eine statistische Bezugsgröße, keine persönliche Garantie für die eigene spätere Rente.
- Rentenniveau 2026: 48,0 % (Bezugsgröße, keine individuelle Prognose)
Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
Vorsorge über den Arbeitgeber, meist per Entgeltumwandlung: ein Teil des Bruttogehalts fließt direkt in die bAV, der Arbeitgeber schießt gesetzlich verpflichtend etwas dazu.
- Gesetzlicher Anspruch auf Entgeltumwandlung bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze
- Arbeitgeber-Zuschuss gesetzlich vorgeschrieben: mindestens 15 % des umgewandelten Betrags
Private Altersvorsorge
Zusätzliche, individuell abgeschlossene Vorsorge. Die klassische Riester-Rente wird abgelöst, bestehende Verträge bleiben davon unberührt.
- Riester-Nachfolgeprodukte kommen ab 1.1.2027, staatlich gefördert
- Bestehende Riester-Verträge laufen unverändert weiter
- ETF-Sparpläne: flexible Alternative, ohne Vertragsbindung eigenständig bei Banken oder Brokern einrichtbar
- Verbraucherzentrale empfiehlt: Risikoschutz (z. B. Berufsunfähigkeit) separat statt gebündelt in einem Vorsorgeprodukt abschließen